Die Kerze zeigt das Bild der Friedenstaube, die sich auf dem Glasfenster der Heilig Kreuz Kirche in Darmstadt befindet.
Der Heilige Geist der mit seiner Kraft Menschen bewegt, Wege des Friedens, der Verständigung auch über alle Sprachbarrieren hinweg, politischen, gesellschaftlichen Gegensätze, gegen alle Autokraten den Weg des Friedens zu wagen.
Trotzdem!

Die Wanderfriedenskerze der Evangelischen Französisch-Reformierten Gemeinde ist in den Kindergottesdiensten um die Sommerferien zustande gekommen. In den Kindergottesdiensten wurde über Krieg und Frieden gesprochen. Insbesondere wurde gesprochen über die Rolle, in welchen politischen Systemen Menschen aufgrund ihrer Meinungsäußerung verfolgt werden. Es ging zum Beispiel über Untergrundbewegungen im Nationalsozialismus (die weiße Rose auf der Kerze erinnert daran) und es wurden Beispiele aus der Bibel benutzt, darunter das Beispiel der Propheten, die in biblischen Zeiten in Bedrängnis kamen.

Mit den Kindern wurde über Friedenssymbole gesprochen und darüber, wie Friede bildhaft dargestellt werden kann. Auf der Kerze finden sich einige Symbole und Friedensausdrücke: Herzen, Kreuze, das peace-Zeichen, eine Sonne, lachende Gesichter.

Das Arbeiten mit Kerzenwachs fällt nicht allen Kindern leicht. Die meisten Darstellungen sind darum eher einfach geblieben.

Auch 2026 beteiligt sich der BDKJ-Diözesanverband Fulda an der Ökumenischen Aktion

Wanderfriedenskerze. In diesem Jahr stehen Menschen und zivilgesellschaftliche Organisationen im Mittelpunkt, die sich weltweit für Menschenrechte, Demokratie, Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben einsetzen und dafür bedroht, verfolgt, inhaftiert oder sogar getötet werden. Ihr Engagement soll uns ermutigen, selbst aufzustehen und nicht zu schweigen, wenn Menschenrechte und demokratische Werte gefährdet sind.

Diesen Gedanken greift unsere Wanderfriedenskerze unter dem Leitwort „Verfolgt – weil sie Unrecht bekämpfen“ auf. Dabei war uns wichtig, die Menschen nicht allein als Opfer von Verfolgung darzustellen. Sie erheben ihre Stimme, leisten Widerstand, helfen anderen und kämpfen trotz persönlicher Risiken gegen Unrecht. Dafür steht die erhobene Faust als Zeichen für Mut und Widerstand sowie das Megafon für das öffentliche Benennen von Unrecht und das Erheben der eigenen Stimme. Im Mittelpunkt der Kerze bleibt das magenta Kreuz aus der bisherigen Gestaltung erhalten. Darin fliegen zwei Tauben als Zeichen für Frieden und Hoffnung. Das Kreuz verbindet die Botschaft der Aktion mit unserem christlichen Glauben: Es erinnert an Leid und Verfolgung, steht für uns aber zugleich für Hoffnung und neues Leben. Besonders hervorgehoben ist eine Blume, die zwischen Gefängnisgittern wächst und diese durchbricht. Sie erinnert an all jene, die wegen ihres Einsatzes für Freiheit und Menschenrechte inhaftiert werden – wie beispielsweise die iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi. Gleichzeitig steht die wachsende Blume dafür, dass Hoffnung, Mut und der Wunsch nach Freiheit auch dort weiterleben können, wo Menschen zum Schweigen gebracht werden sollen.

Ergänzt werden die Motive durch die drei Begriffe Menschenrechte · Demokratie · Frieden. Sie fassen zusammen, wofür die Menschen stehen, denen die diesjährige Aktion gewidmet ist und erinnern uns zugleich daran, dass diese Werte nicht selbstverständlich sind.

Unsere Kerze soll deshalb nicht nur an verfolgte Menschen erinnern. Sie stellt auch die Frage an uns selbst: Wo müssen wir unsere Stimme erheben, wenn Menschenrechte, Demokratie und Frieden bedroht sind? Wir wünschen euch mit unserer Wanderfriedenskerze besondere Momente, gute Gespräche und viele Impulse für euren Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Frieden.


Die Symbole auf unserer Wanderfriedenskerze erzählen eine starke Geschichte. Sie verbinden die biblische Friedensbotschaft mit dem Einsatz für Gerechtigkeit und erinnern daran, dass Menschen verfolgt werden, weil sie Unrecht beim Namen nennen und sich für andere einsetzen.

„Verfolgt, weil sie Unrecht bekämpfen.“ Unsere Wanderfriedenskerze begleitet Frauengruppen der kfd im Bistum Fulda und Frauen und Männer der KAB. Sie erinnert daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Frieden braucht Menschen, die hinschauen, ihre Stimme erheben und den Mut haben, Unrecht entgegenzutreten – auch dann, wenn sie dafür Ablehnung, Ausgrenzung oder sogar Verfolgung erfahren.

Die Kerze trägt bewusst ausgewählte Symbole, die diese Botschaft sichtbar machen:

Der Regenbogen erinnert an Gottes Bund mit den Menschen. Er ist Zeichen der Hoffnung und der Zusage: Gott steht auf der Seite des Lebens. Nach jeder Dunkelheit kann neues Licht aufbrechen.

Die Friedenstaube mit dem Ölzweig steht für den Frieden, den Gott schenkt und zu dem wir berufen sind. Echter Frieden entsteht dort, wo Versöhnung möglich wird, und Gewalt überwunden wird.

Die brennende Kerze mit dem Kreuz verweist auf Christus, das Licht der Welt. Sein Licht leuchtet besonders dort, wo Menschen Dunkelheit erleben und Hoffnung brauchen.

Die Waage steht für Gerechtigkeit. Sie fordert uns heraus, genau hinzusehen: Wo werden Menschen benachteiligt? Wo wird Wahrheit unterdrückt? Wo braucht es unsere Stimme?

Das Herz erinnert daran, dass jedes Engagement für Gerechtigkeit aus einem mitfühlenden Herzen wächst. Wer liebt, kann Unrecht nicht gleichgültig hinnehmen.

Die Wurzeln mit dem jungen Trieb zeigen: Hoffnung wächst selbst dort, wo vieles zerstört scheint. Wer in Gottes Liebe verwurzelt ist, kann neue Kraft schöpfen und Zukunft gestalten.

Unsere Wanderfriedenskerze lädt ein, sich mit Menschen die sich für Menschenrechte, Wahrheit, Frieden und Gerechtigkeit einsetzen solidarisch zu sein, für sie zu beten und selbst den Mut zu finden, dort aufzustehen, wo Unrecht geschieht. Denn Frieden beginnt dort, wo Menschen nicht wegsehen.

Messdienerinnen und Messdiener der Gemeinde St. Peter und Paul in Marburg haben während eines Wochenendes im Sauerland die Friedenskerze gestaltet.
Thematisch haben sie sich aus Anlass des 800. Todestages des heiligen Franziskus mit seiner Person beschäftigt.
Sie haben darüber gesprochen, dass sich Franz v. Assisi auch gegen Widerstände für Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt hat, dafür ist er von seiner Familie und Freunden verstoßen worden.
Er war ein Pionier, wenn es darum geht, sich für die Achtung von Natur und Umwelt einzusetzen und das auf dem christlichen Fundament, dass Gott unsere Welt geschaffen hat.
Franziskus hat bereits vor 800 Jahren ein wertschätzendes Verhältnis zur Schöpfung vorgelebt und angemahnt.

Eröffnungsgottesdienst im Frankfurter Dom
Zum Antikriegstag am 1. September um 18.30 Uhr, wurde im Frankfurter Dom die ökumenische Aktion Wanderfriedenskerze eröffnet.
Mehr als 200 Teilnehmende füllten den Dom und feierten unter der Leitung von Pfarrerin Heike Beck und Pfarrer Peter Hofacker einen Gottesdienst, der einer bunten und solidarischen Gemeinschaft Ausdruck verlieh und gleichzeitig mutiges Engagement gegen Unrecht in den Mittelpunkt stellte. Die Predigt zu Psalm 7, Bittgebet eines unschuldig Verfolgten, erinnerte daran, dass wir Beispiele für bedrohte Aktivist:innen nicht nur in der Ferne finden, Grenzen von Meinungsfreiheit verschieben sich auch hier.
Der Psalm mahnt an, dass Ungerechtigkeit sich am Ende gegen die Täter:inen wenden wird.
Musikalisch wurde die Eröffnung begleitet vom Singkreis der DPSG-Pfadfinder:innen aus Heddernheim, eingeläutet mit dem eigens für die Aktion geschriebenen Lied „Selig die Verfolgten“.

Friedenskerzen auf Reise
Künstlerisch gestaltete Kerzen zeigen Symbole für Engagement und Widerstand gegen Unterdrückung und Verfolgung sowie Zeichen der Hoffnung. Sie sind nun bereits auf zwölf Standorte in Hessen und Rheinland-Pfalz verteilt. Von dort aus »wandern« sie durch mehr als 150 evangelische und katholische Gemeinden, Ordensgemeinschaften, Verbände, Gruppen und ökumenische Initiativen.

Friedenspolitischer Empfang 
Beim anschließenden friedenspolitischen Empfang im Haus am Dom ermutigte Dr. Vedrin Sahovic von amnesty international in seinem Kurzvortrag zum Thema der Aktion Wanderfriedenskerze 2026 »Verfolgt, weil sie Unrecht bekämpfen« zu konkretem Handeln: Angesichts der globalen und lokalen Herausforderungen für den Schutz von Menschenrechten sind wir nicht ohnmächtig. Engagement einzelner, zum Beispiel das Schaffen einer Öffentlichkeit und Sammeln von Unterschriften, kann konkret Veränderung bewirken, um nötigen Schutz herzustellen.

Laufende Aktion
Die Aktion läuft nun bis zum Buß- und Bettag, dem 18. November. Wer eine der Kerzen in seine Gemeinde holen möchte, kann sich hier informieren und hier eine Kerze reservieren. Die Standorte zur Ausleihe der Kerzen sind in Darmstadt, Frankfurt, Fulda, Heppenheim, Heusenstamm, Kassel, Limburg, Mainz, Marburg, Offenbach und Wetzlar.

Kollekten als Spende
Die Aktion Wanderfriedenskerze 2026 lädt dazu ein, Kollekten während der Gottesdienste dem gemeinsamen Spendenaufruf von Caritas International und der Diakonie Katastrophenhilfe zu widmen. Spenden werden direkt weitergeleitet an die sudanesische zivile Initiative „Emergency Response Rooms“ und unterstützen sie in ihrer mutigen, herausfordernden humanitären Hilfe im Sudan.

Herausgeber der Ökumenischen Aktion Wanderfriedenskerze
Umgesetzt wird die ökumenische Aktion Wanderfriedenskerze von der Koordinationsstelle Dialog und gesellschaftliche Verantwortung des Bistums Mainz, dem Fachteam Gesellschaftliche Verantwortung (Abteilung Weltkirche) des Bistums Limburg, dem Zentrum Ökumene der evangelischen Kirche in Hessen-Nassau und Kurhessen-Waldeck und dem pax christi Regionalverband Limburg-Mainz.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die die Eröffnung mitgestaltet haben und die sich im Rahmen der Ökumenischen Aktion vielfältig engagieren!